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| Seit mehr als einem halben Jahr fahre ich jetzt den grossen Lexus. Immer noch erstaunt mich beim Einsteigen, wenn ich den Wagen starte, dass absolut nichts zu hören ist. Und beim Anfahren setzt sich der Wagen beinahe lautlos in Bewegung. «Hybrid» heisst das Stichwort, denn die Batterie unterstützt computergesteuert die Fahrt, schaltet wie von Geisterhand um zwischen Benziner und Elektromotoren. Getankt wird an der |
Säule Super oder Normal-Bleifrei, und nachts muss das Auto auch nicht an die Steckdose. Innen feines Leder, die Klimaanlage fächelt leise, viel Platz und Übersicht und das Sound-System klingt satt und gut verteilt. Ein Wagner der Freude macht, denn er ist nicht nur geräumig, sondern auch sorgfältig verarbeitet und luxuriös ausgestattet. Ausgesprochen zügig geht die Fahrt, wenn es sein muss im Sprint von 0 auf 100 in sportlichen 7,7 Sekunden, und oben raus bis Tempo 200, wenn man darf … Und alles ohne schlechtes Gewissen: Der schwere Luxus-Lexus²²²² fährt sparsam und vor allem CO² -sauber. Der Hybridantrieb macht es möglich.
Werksangaben
Motor (Bauart / Zyl. / Einb.) | V6, vorn quer |
Ventile / Nockenwellen | 4 pro Zylinder/4 |
Hubraum | 3311 cm³ |
kW (PS) bei U/min | 155 (211)/5600 |
Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h |
Antrieb | Allrad |
Bremsen (vorn/hinten) | Scheiben/Scheiben |
Testwagenbereifung | 235/55 R 18 |
Abgas CO2 | 192 g/km |
Verbrauch* | 9,1/7,6/8,1 |
Tankinhalt / Kraftstoffsorte | 65 l / Super / Nomal-Bleifrei |
Vorbeifahrgeräusch | 71 dB (A) |
Anhängelast gebr./ungebr. | 2000/700 kg |
Länge / Breite / Höhe | 4760 / 1845 / 1680 mm |
Kofferraum | 439 l |
Testwerte
Bremsen kalt/warm aus 100 km/h | 38,3/40,0 m |
Beschleunigung 0-100/200 km/h | 7,7/40,4 s |
Verbrauch min./max. | 7,3/23,2 l/100 km |
Verbrauch gesamt | 9.0 l/100 km |
*innerorts/ausserorts/gesamt auf 100 km
Kosten, Ausstattung
Der Lexus RX 400h basiert auf dem bekannten RX 300, hat aber einen 3,3-Liter-V6-Benziner mit 211 PS an Bord. Dazu einen Elektromotor an der Vorderachse mit 167 PS und einen an der Hinterachse mit 68 PS. Weiter einen Generator als Stromerzeuger und Anlasser, Nickel-Metallhydrid-Batterien, ein Planetengetriebe, eine regenerative Bremsanlage und natürlich schlaue Computer für das Antriebs- und Energiemanagement. Gegenüber dem RX 300 mit 204 PS ergibt das ein Mehrgewicht von etwa 150 Kilogramm, aber auch bedeutend mehr Leistung.
Das System funktioniert so: Beim Starten beschleunigen nur die E-Motoren den Lexus. Braucht man mehr Leistung, springt der V6 an. Bei konstanter Fahrt teilen sich Benzin- und E-Motoren die Arbeit und laden nebenbei die Batterien. Beim Kickdown wird der Elektro-Motor an der Hinterachse zugeschaltet, der im Gelände auch als Allradantrieb funktioniert. Beim Bremsen und im Schiebebetrieb wirken die Elektro-Motoren als Generator und laden die Batterien. Das klingt zwar kompliziert, funktioniert aber reibungslos. Der Wagen läuft absolut rund, ohne kleinste Probleme. Im Elektro-Mischbetrieb fährt der Lexus extrem leise. Natürlich hört man es, wenn der V6 anspringt – aber laut ist das nicht. Auf der Autobahn wird es dann doch etwas lauter, ab ca. 130 km/h läuft der Benziner permanent – doch wer fährt bei uns schon so schnell?
Fazit:
Tausende von Kilometer Autobahn und Landstrasse liegen nun hinter mir. Und immer noch ist der Durchschnittsverbrauch nicht über 9 Liter auf 100 km gestiegen. Das gibt ein ganz schönes Sümmchen, verglichen mit anderen, die allzu durstig unterwegs sind.
Der Hybridantrieb ist mit seinen sauberen Abgasen, seinem niedrigen Gesamtverbrauch und allen Vorteilen beim Stop-and-go in der Stadt weit im Vorteil. Bei hohen Geschwindigkeiten ist er nicht besser als andere grosse Wagen. Ab ca. Fr. 80'000.– ist er zu haben. Dafür bekommt man einen fortschrittlichen Antrieb, eine bestechende Innenausstattung. Federung und Lenkung sind Durchschnitt, Zuladung und Anhängelast gut. Da gibt es andere, richtig schwere, durstige Arbeitspferde auf dem Markt. Der grosse Lexus hat dafür etwas mehr Luxus.
Quelle: protect-it.ch
www.lexus.ch