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Computer: Wer ein Gerät lange nutzt, spart Energie


Das schlechte Gewissen des Konsumenten war schon immer ein gutes Werbeargument: Wer zu viel auf die Waage bringt, kauft «light». Und wer umweltbewusst ist, greift zu «Grün». Auch die Computerindustrie wirbt zunehmend mit so genannten «GreenPC». Sie verbrauchen im Betrieb weniger Strom als normale Computer.

Auch wird beim Material auf einige Schadstoffe verzichtet. Die Herstellung dagegen verschlingt nicht merklich weniger Energie und Rohstoffe. «Die Produktion eines PC mit Monitor verbraucht rund 2790 Kilowattstunden Energie, 1500 Liter Wasser und 23 Kilogramm Chemikalien», sagt Klaus Fichter vom Berliner Borderstep-Institut für Innovation und Nachhaltigkeit. Das ist mehr Strom, als das Gerät lebenslang im Betrieb verbraucht.

«Für einen kleinen ökologischen Fussabdruck ist daher eine möglichst lange Nutzung nötig.» Ein «GreenPC», der ein nur zwei, drei Jahre lang genutztes Gerät ersetzt, tut der Umwelt nichts Gutes. Besser und günstiger ist es, Arbeitsspeicher, Festplatte oder Prozessor des alten Geräts für weitere zwei, drei Jahre aufzurüsten. Arbeitsspeicher und Prozessor arbeiten ohne Verschleiss und können deshalb auch gebraucht gekauft werden. Zudem ist es oft nicht nötig, zur neuesten Betriebssystem-Version zu wechseln.

Ist der Kauf eines neuen PC angebracht, sollte im Voraus geklärt werden, was er können muss. Viele Anwender sind mit Mini-, All-in-One-PC oder Notebook bereits gut bedient. «Solche sehr effizienten Geräte sparen gegenüber einem ineffizienten zwischen 50 und 70 Prozent Strom und sind auch durch ihre alltagstaugliche Ausstattung ressourcen- und energiesparender», sagt Klaus Fichter.

Textquelle: Beobachter Natur, Andreas Grote / Bildquelle: pixelio.de