Nur Schutzgebiete sichern das Überleben der Korallenriffe
Den meisten tropischen Korallen unseres Planeten geht es miserabel.
Ein drittel aller 700 riffbildenden Arten ist akut gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht; bei zwei Dritteln der Riffe besteht Gefahr, dass sie bis 2030 ganz verschwinden. Überfischung, Tiefseefischerei mit Schleppnetzen, Wasserverschmutzung, exessiver Tauchtourismus und der Handel mit Korallen und Aquarienfischen machen den sensiblen Ökosystemen zu schaffen.
Die grösste Bedrohung jedoch geht von der globalen Erwärmung aus: Der Temperaturanstieg des Wassers bleicht die Korallenstöcke aus, das Treibhausgas CO2 lässt den Säuregehalt der Ozeane ansteigen. Eine fatale Entwicklung für alle Organismen mit Kalkskelett: säure löst den Kalk auf.
Doch es gibt auch Lichtblicke: Zerstörte Riffe regenerieren sich - schneller, als Biologen bisher angenommen haben, und am effektivsten in Schutzgebieten. bis 2012 soll ein Netzwerk von Schutzzonen eingerichtet werden. Indonesien etwa will 20 Millionen Hektaren rund um seinen 17'508 Inseln schützen. So würde das weltweit grösste und artenreichste Meeresreservat entstehen.