Weltweit richten sich Rinder beim Weiden nach der Nord-Süd-Achse aus. Dies hat kürzlich ein deutsch-tschechisches Forscherteam herausgefunden.
Was Generationen von Bauern und unzählige Spaziergänger nicht bemerkten, hat kürzlich ein deutsch-tschechisches Forscherteam anhand von Satellitenbildern herausgefunden: Kühe stellen sich beim Grasen nicht zufällig auf, sondern richten sich normalerweise nach der Nord-Süd-Achse aus – und zwar auf allen Kontinenten. Die Rinder müssen über einen Magnetsinn verfügen, der ihnen das Erdmagnetfeld anzeigt.
Dass dem tatsächlich so ist, haben die Forscher jetzt mit einer zweiten Analyse der Satellitenbilder bewiesen. Sie stellten fest, dass die Kühe ihren Körper nur dann nach Norden oder Süden ausrichten, wenn sich keine Hochspannungsleitung in der Nähe befindet. «Die elektromagnetischen Felder stören den Magnetsinn der Tiere», schreiben die Forscher.