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| In der christlichen Tradition dient das Fasten, das ab Aschermittwoch 40 Tage dauert, der Reinigung der Seele und der Busse für begangene Sünden. Heutzutage steht der gesundheitliche Aspekt zentral. Das Fasten hilft, den Körper zu reinigen und wieder zu regenerieren. |
Viele verbinden Fasten fälschlicherweise mit Hunger. Fasten bedeutet jedoch lediglich eine Einschränkung der Ernährung. Es gibt verschiedene Formen des Fastens. Beim totalen Fastensind nur Wasser und Tee erlaubt. Das Saftfasten lässt kleine Mengen an Obst- und Gemüsesäften zu, um den täglichen Vitaminhaushalt zu gewährleisten. Das klassische Heilfasten sorgt durch eine spezielle Kartoffelsuppe für die nötigen Nährstoffe. Beim Molkefasten werden ein Molke, Tees und Wasser über den Tag verteilt getrunken. Weiter gibt es das Basenfasten: Man kann sich satt essen, muss dabei aber einen Ernährungsplan berücksichtigen. Saure Lebensmittel wie Fleisch oder Milchprodukte sollten man meiden und stattdessen basische Lebensmittel wie Obst oder Gemüse zu sich nehmen. In sämtlichen Fastenkuren sind Alkohol, Süssigkeiten, Zigaretten, Kaffee oder Medikamente tabu. Fasten nicht immer gut Trotz der heilenden Wirkung sollte nicht jeder fasten. Kinder und Jugendliche sowie Schwangere oder stillende Frauen dürfen auf keinen Fall auf normale Ernährung verzichten. Das gleiche gilt für Menschen mit Herz-Problemen, Bluthochdruck oder für extrem schlanke Menschen. Fragen Sie Ihren Hausarzt, welche Fastenkur am besten zu Ihnen passt. Man kann diese Zeit auch nutzen, um sich von Gewohntem (vorübergehend) zu trennen, etwas Neues anzufangen oder Dinge zu tun, für die man im Alltagstress keine Zeit hat. Worauf der Einzelne verzichtet oder worauf er sich besinnt, bleibt ihm selbst überlassen. Fastentipps für einen besinnlichen Alltag:
Stille suchen Viel spazieren gehen, ruhige Musik hören, öfter Zeit alleine verbringen.
Termine reduzieren Um Stress abzubauen, kann es helfen, wenigstens die privaten Termine einzuschränken.
Weniger passiv, stattdessen aktiv konsumieren Fernseh- und Computerzeiten einschränken. Besser: Lesen, Musik hören, Briefe schreiben, Gespräche suchen.
Von Ballast trennen Papiere ordnen, Überflüssiges wegwerfen, den Keller ausräumen und den Haushalt in Ordnung bringen.
Quelle: ARD; Foto: pixelquelle.de |