Nicht zu verwechseln mit unserer heutigen Vorstellung von einem Gang sind die Gänge im Mittelalter. Die «Gänge» eines mittelalterlichen Menüs bezogen sich nämlich auf den Gang des Personals mit dem Essen. Zum Tisch aufgetragen wurden dabei mehrere Gerichte und Speisen. Wer ein Gastmahl ausrichten liess - sei es zu Taufe, Hochzeit oder Begräbnis - stürzte sich oftmals in tiefste Schulden.
Um diesem Zustand ein Ende zu bereiten, wurde viele Erlässe herausgegeben, die die Anzahl der Speisen der einzelnen Gänge enorm beschränkten und manchmal auch die Anzahl der geladenen Gäste.
Philipp III. von Frankreich erliess beispielsweise 1279 das Gesetz, «dass kein Herzog, kein Baron, kein Graf, kein Prälat, kein Ritter, kein Kleriker und sonst niemand im Königreich, welches Standes er auch sei, zum Essen mehr als drei ganz gewöhnliche Gänge ausgeben dürfe ...».
Folgende Rezepte für Vorspeisen stehen Ihnen aktuell zur Verfügung: